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Heidenheimer Zeitung Samstag 27-04-2019

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Wochenende Termine39

Wochenende Termine39 Museum der Brotkultur, Ulm, Samstag, Sonntag, 10-17 Uhr. Schlossmuseum, Ellwangen, Samstag, 10- 12, 14-17 Uhr; Sonntag, 10:30-16:30 Uhr. Urgeschichtliches Museum, Blaubeuren, Samstag, Sonntag, 10-17 Uhr. Urweltmuseum, Aalen, Samstag, 10- 17 Uhr; Sonntag, 12-17 Uhr. Kunstmuseum, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 11-17 Uhr. Museum für Kutschen, Chaisen und Karren auf Schloss Hellenstein, Heidenheim, Samstag, 11-16 Uhr; Sonntag, 11-17 Uhr. Museum im Prediger, Schwäbisch Gmünd, Samstag, Sonntag, 11-17 Uhr. Museum Schloss Hellenstein, Heidenheim, Samstag, 11-16 Uhr; Sonntag, 11-17 Uhr. Sonntags-Matinee: mit Danny Streete, Kulturgewächshaus Birkenried, Sonntag, 14 Uhr. THEATER ULM „Der Vetter aus Dingsda“, Theater Ulm, Großes Haus, Samstag, 19 Uhr. „Zeit der Kannibalen“, Theater Ulm, Podium, Samstag, 19:30 Uhr. „Das kalte Herz“ - Tanztheater, Theater Ulm, Großes Haus, Sonntag, 19 Uhr. „Jugend ohne Gott“, Theater Ulm, Podium.Bar, Sonntag, 19:30 Uhr. UNTERWEGS LÖSUNGEN VON SEITE 35 heidenheimer i musik nacht e Silberwarenmuseum, Ott-Pausersche Fabrik, Schwäbisch Gmünd, Samstag, Sonntag, 11-17 Uhr. Georg-Elser-Gedenkstätte, Königsbronn, Sonntag, 11-17 Uhr. Riff- und Eisenbahnmuseum, Gerstetten, Sonntag, 10-17 Uhr. Charlottenhöhle, Hürben, Samstag, 9-11:30, 13:30-16:30 Uhr; Sonntag, 9-16:30 Uhr. Höhlenhaus, Hürben, Samstag, Sonntag, 9-18 Uhr. Archäopark Vogelherd, Stetten, Samstag, Sonntag, 10-18 Uhr. Gartenfreunde-Vereinshaus „Kleiner Bühl“ geöffnet, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 10 Uhr. Vereinsheim des Kleingartenvereins Zanger Berg, Heidenheim, Samstag, 14 Uhr; Sonntag, 10 Uhr. Termine im Internet Street Food Fiesta – – – www.wertermittlung-immob.de Naturfreundehaus Hasenloch, Giengen, Samstag, 14 Uhr; Sonntag, 10-19 Uhr. Weitere Termine finden Sie unter www.hz.de/veranstaltungen Stadtmuseum Giengen, Hürben, Sonntag, 14-18 Uhr. Umweltstation mooseum - Forum Schwäbisches Donautal e.V., Bächingen, Sonntag, 13-17 Uhr. Heimatmuseum, Herbrechtingen, Sonntag, 14-16 Uhr. Foto: Christian Thumm Karl-Vorbrugg-Hütte des DAV Sektion Brenztal, Steinenkirch, Samstag, 15- 22 Uhr; Sonntag, 10-18 Uhr. „Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich“, Sportliche Nordic-Walking-Frühlingstour: auf den Spuren des Wedel durch das Felsenmeer in das Quellgebiet des Wentalflusses. Mittagessen in Tauchenweiler. Anmeldung und Infos unter Tel. 07325.6673 oder siegfried. conrad@t-online.de, Landgasthof Wental, Parkplatz, Bartholomä, Sonntag, 10 Uhr. Tanja Oechsle behält immer den Überblick: Sie erfasst sämtliche Termine und Veranstaltungen fürs Wochenende und kümmert sich um die Produktion des Magazins. redaktion@hz.de, Tel. 07321.347-220 Frankreich vis á vis- bewundert und gehasst, Kloster Wiblingen, Sonntag, 15-16:30 Uhr. Naturfreundehaus am Sturz, Schnaitheim, Sonntag, 10-12, 16-20 Uhr. Frühjahrswanderung, Dorfgemeinschaftshaus, Fleinheim, Sonntag, 10 Uhr. MUSIK Konzert mit der Oldie Cover Band Watership Down, Gaststätte Hirsch, Auernheim, Samstag, 20 Uhr. Wanderung Winzingen - Reiterleskapelle - Schönberg - Heerstraße -Wißgoldingen - Winzingen, Wanderstrecke ca. elf Kilometer, ca. 320 Höhenmeter, Rucksackvesper. Schlusseinkehr im Rössle in Steinenkirch. Treffpunkt mit Pkw, Bahnhofsvorplatz, Heidenheim, Sonntag, 11 Uhr. Foto: privat Matinee: mit Orchestra Mondo, Kulturgewächshaus Birkenried, Samstag, 20 Uhr. Akkordeonale 2019, Pauluskirche, Ulm, Samstag, 20 Uhr. Irish & Sonstiger Folk, mit Corkscrooh, Siedlerheim, Schnaitheim, Samstag, 20 Uhr. Promenadenkonzert, Musikverein Großkuchen, Hintere Gasse, Heidenheim, Sonntag, 11 Uhr. Blumengrüsse aus Europa - eine musikalische Reise vom Nordkap bis zum Mittelmeer, Ulmer Münster, Sonntag, 11:30 Uhr. Foto: Seppi Elbert Kirschblühtenwanderung rund um Weiler in den Bergen mit Pfarrer Krieg, ca.10 Kilometer, Dauer mit Abendeinkehr ca. 19 Uhr. Treffpunkt mit Pkw, Turn- und Festhalle, Schnaitheim, Sonntag, 12 Uhr. Sonnenbeobachtung bei klarem Himmel, Volkssternwarte, Aalen, Sonntag, 14-16 Uhr.

Wochenende 40 Reisen Der kleine Horrorladen Im Osten Londons geht es sehr obskur zu. Victor Wynd betreibt hier ein Kabinett an Kuriositäten – mit Erotika und einem zweiköpfigen Lamm. Zu Besuch bei einem obsessiven Sammler. David Bowie kündigte sich vor einigen Jahren zu einem Besuch in der Mare Street im Osten Londons an. Der Popstar wollte eines der wohl ungewöhnlichsten Museen der Stadt besuchen – das Museum of Curiosities, Räume voller Kuriositäten. Betreiber Viktor Wynd, ein exzentrischer Selfmade-Mann, war zuerst sehr aufgeregt über den berühmten Besucher. Er war schließlich Fan von Bowie und freute sich außerdem, dass ein Mann sein Museum aufsuchen wollte, der bekanntermaßen auch monetär gut aufgestellt war. „The Last Tuesday Society“ nennt sich die Bar, durch die man in das Museum kommt. Vorbei an der Theke, über der ein Krokodil, ein Zebra mit Horn, das Skelett einer Meerjungfrau und das eines „Wolphin“ hängen. „Eine Mischung aus Delfin und Wal“, sagt Wynd. Auf Wikipedia steht das übrigens auch. Hier ist man an einem Ort in Hackney gelandet, der mit Fantasie und Unbehagen spielt, mit makabren Realitäten und viel britischem schwarzen Humor. Viktor Wynd, ein vollbärtiger, großer Dandy, trägt einen lachsfarbenen Cordanzug, einen stattlichen Bart, große Löcher im Wollpullover und hat jede Menge Geschichten auf Lager. Auf der Getränkekarte der Bar stehen Cocktails, die illustre Namen wie Hysteria in Madeira, Little Hard, Big Easy oder Down the Rabbit Hole haben. Und wie Alice im Wunderland kurz vor dem Abstieg ins Kaninchenloch fühlt man sich hier, überfordert, voller Vorfreude und etwas ängstlich, was da kommen mag. Wynd rät: „Erst einmal Absinth trinken. Dann sieht das Museum gleich viel besser aus.“ Es war Anfang der Nullerjahre, als Wynd – damals Kunststudent am Royal College Art – genug hatte vom versnobten Leben im Londoner Westend und in den Osten zog. „Es war zu der Zeit der billigste Ort, der Slum der Stadt“, erzählt Wynd. Er ist ein obsessiver Sammler, das sei er schon als Kind gewesen. Ein kleiner Bub, der keinen Kieselstein, keine Muschel liegen lassen konnte. Und ein stolzer Sammler versteckt seine Schätze nicht auf dem Dachboden – sondern stellt sie aus, um zu beeindrucken. So einer ist Viktor Wynd. Ein exzentrischer Dandy, der sein Alter geheim hält. Der viele Geschichten erzählt, von denen man nie weiß, was wahr ist und was nicht. Jedes Objekt hat eine besondere Geschichte. Wynd erlebte verrückte Jahre in London an der Seite seines Freundes, dem Schriftsteller, Künstler und selbst ernannten Dandy Sebastian Horsley. Horsleys roter Paillettenanzug ist im Keller ausgestellt. Daneben sein Spritzbesteck. Er starb an einer Überdosis Heroin. Es geht eine sehr enge Wendeltreppe hinab in die Wunderkammer. Es ist ein Mikrokosmos voller obskurer Dinge: ausgestopfte, Karten spielende Eichhörnchen, aufgespießte Schmetterlinge, ein rotbärtiger Schrumpfkopf, Modelle von Pilzen, seltene Skulpturen aus dem Kongo, eingelegte Vaginen von Prostituierten aus der viktorianischen Zeit, ein zweiköpfiges Lamm, Totenköpfe aus dem 19. Jahrhundert, siamesische Ferkel in Formaldehyd, eine riesige Spinnenkrabbe, ein vergoldeter Nilpferdschädel aus dem Bestand des kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar, ein handballgroßer Haarknäuel – aus dem Magen einer Kuh. Nichts, was es nicht gibt. Auch der Kot von Amy Winehouse in einem luftdicht verschlossenen Glas ist hier ausgestellt. Für jedes Objekt hat Viktor Wynd eine hervorragende Geschichte auf Lager. Alleiniges Kriterium, ob es ein Objekt in das Museum schafft, ist, wenn es Viktor Wynd in irgendeiner Art und Weise gefällt, amüsiert oder er es als besonders ansieht. „Diese Kuriositätenkabinett ist ein Teil von mir, ein Teil meines Gehirns, meines Verständnisses der Welt“, sagt Wynd, der als Reiseleiter immer wieder Expeditionen nach Papua-Neuguinea anbietet. Das Museum offeriert zudem Präparationskurse in Zusammenarbeit mit der British Academy of Taxidermy in London. Viktor Wynd zeigt auf ein Glas voller Maulwürfe – und fragt: „Ist das nicht schön?“ In feinstem aristokratischen Englisch. Zu seinem Museum kam er über Nacht, wortwörtlich. Irgendwann stand der Laden leer, Wynd war schlecht drauf und betrunken, als er auf dem Heimweg daran vorbeikam – und schrieb dem Vermieter eine E-Mail. Er bekam den Zuschlag. Und wusste nicht so recht, was machen mit den Räumlichkeiten des ehemaligen Handy ladens. Also stellte er sein Sammelsurium zum Verkauf aus. Wynd aber ist kein Händler, er Victor Wynd in seinem Kuriositätenkabinett. Foto: Oskar Proctor sieht sich eher als Künstler. Einer, der einen etwas anderen Blick auf die Welt hat. „Ich kann das Haus nicht verlassen, ohne etwas zu finden“, sagt Wynd. Am Ende seines Besuches kaufte David Bowie übrigens eine Ausgabe des Buches „Rats for Those Who Care“ für seine Wohnung in New York. Reich wurde Viktor Wynd damit nicht. Inzwischen wohnt Wynd mit seiner Familie in einem 500 Jahre alten Haus in Suffolk, das er renovierte. Der Osten Londons sei ihm zu teuer geworden. Im Zement hat er ein Katzenskelett gefunden. Ausgestellt wird es nun natürlich in seinem Kuriositätenkabinett. Und was hat es mit dem Skelett der Meerjungfrau über der Bar auf sich? „Die habe ich in einem Antiquitätenladen gekauft“, sagt Wynd ganz ernst, „ich kann wirklich keine Geschichten erfinden.“ Ende der Geschichte. Anja Wasserbäch Tipps für Neuentdecker und Liebhaber London ist ganz schön viel und mehr als Buckingham Palace, Big Ben und für die Hipster das East End mit der beliebten Brick Lane. Einer unserer Favoriten ist ein Besuch früh am Sonntagmorgen auf dem Blumenmarkt der Columbia Road. Und natürlich ein Museumsbesuch. Die meisten großen Museen kosten keinen Eintritt wie etwa die Tate, die Tate Modern oder National Portrait Gallery. Klein und fein ist die Photographers’ Gallery, ganz nah beim Oxford Circus und der Carnaby Street. Der Süden: Brixton London ist eine Stadt, die aus vielen kleinen Dörfern gewachsen ist. Im Norden ist das touristische Camden, in dem man jahrelang nicht mehr gewesen ist. Im Süden gibt es den Stadtteil Brixton im Bezirk Lambeth, der sich sehr verändert hat. David Bowie wurde hier geboren. Als der Popstar 2016 verstarb, wurde er mit einer Wandzeichnung des Street-Art-Künstlers Jimmy C verewigt. Heute ist sie hinter Glas, davor liegen immer wieder Blumen. Das Kunstwerk wurde zur Pilgerstätte – und das multikulturelle Brixton wandelte sich. Einwanderer aus der Karibik ließen sich in den 1940er-Jahren hier nieder. Auf dem Brixton Market kaufen sie ihre Produkte, ihr Essen, ihre Reggae- und Drum ’n’ Bass-Platten und Kleidung – und gehen zum Friseur. Aber heute sind hier in Brixton die Gentrifizierung und natürlich die Hipster auf dem Vormarsch: im Pop Brixton – einem Pop-up-Store – gibt es einen Kilo-Vintage-Sale und natürlich frisch gebrühten Filterkaffee. Geheimgänge in der Stadt Man sollte mehr zu Fuß gehen, auch in einer Metropole wie London. Dann entdeckt man sie nämlich, die kleinen, etwas abseitigen Höhepunkte. Wie etwa den Cecil Court mit seinen Buchläden, gar nicht weit vom umtriebigen Covent Garden entfernt. Die geführten Spaziergänge mit London Walks sind immer gut. Die erfahrenen Guides bieten unterschiedliche Themen an. Der Spaziergang „London’s secret places“ etwa findet jeden Freitag um 11 Uhr statt, Kosten zehn GBP, einfach vorbeikommen ohne Anmeldung (www.walks.com). London von oben Drinnen in der O2-Arena finden große Popkonzerte wie etwa von Barbra Streisand, Justin Timberlake oder den Spice Girls statt. Man kann aber auch auf das Dach der O2-Arena klettern, wie das Pierce Brosnan als James Bond in „Die Welt ist nicht genug“ gemacht hat. Natürlich ist man abgesichert, bekommt die Ausrüstung gestellt. Einzige Gefahr: Zu Sonnenuntergangszeiten trifft man eventuell viele Instagrammer. Da dann besser das Ticket vorbuchen. Tickets gibt es ab 30 Pfund pro Erwachsenem. Infos unter: https://tickets.aegeurope.com Sightseeing Tour mit Tea Time Es gibt so Orte, die trotz ihrer Beliebtheit zu jeder Londonreise dazugehören: Der Weg über die Millennium Bridge zur Tate Modern ist so einer. Wer die markanten Sehenswürdigkeiten nicht missen möchte, kann das auch mal ganz anders machen. Nämlich mit kulinarischer Verpflegung. Neu ist eine Bus-Tour mit Tea Time. Für 45 Pfund pro Person geht es in einem alten Doppeldecker-Bus vorbei an Big Ben, The Houses of Parliament, Westminster Abbey, Hyde Park, The Royal Albert Hall, Downing Street und so weiter. Wer keinen Tee mag, trinkt Kaffee oder Sekt und isst dazu Gurken-Sandwiches und Scones mit Clotted Cream. Weitere Infos: https://london.b-bakery.com

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