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Heidenheimer Zeitung Samstag 27-04-2019

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Wochenende Magazin37

Wochenende Magazin37 Dori, mit vollem Zuchtnamen Dori vom Soonwald, ist die Hannoversche Schweißhündin von Wolfgang Schad. Mit zehn Jahren hat auch sie schon einige Einsätze hinter sich. Nicht jeder Schuss eines Jägers ist sofort tödlich. Und auch nach Wildunfällen im Straßenverkehr kann es lange dauern, bis ein verwundetes und geflohenes Tier verendet. Um vermeidbares Leid zu minimieren, sind deshalb auch im Kreis Heidenheim anerkannte Nachsuchenführer im ehrenamtlichen Einsatz. Mit ihren speziell ausgebildeten Hunden spüren sie verletztes Wild auf. der Königsbronner auch schon am eigenen Leib erfahren: „Bei einer Nachsuche auf einen Keiler überraschte er uns im Unterholz und biss mich in den Unterschenkel.“ Dank der Schutzhose ging dies relativ glimpflich aus, Bubeck trug dennoch eine Verstauchung und Quetschung davon. Aus gutem Grund ist es daher gängige Praxis, Wildschweinen nicht bei Dunkelheit und immer nur zu zweit nachzuspüren. Für den Hund wiederum ist deshalb die Schutzweste wichtig. „Ein Wildschwein beißt eigentlich überall rein, je nachdem was es zu fassen bekommt“, erklärt Schlierer. Auch Hündin Ilse sieht man dies an, ihre Schutzweste trägt die Spuren vergangener Begegnungen mit dem ein oder anderen Wildschwein. Auf der Fährte bleibt der Hund fast immer angeleint. Nur in Ausnahmefällen schnallt der Jäger sein Tier ab. Je nach Größe und Verwundung des gesuchten Wilds kann der Hund das Tier dann auch selbst erlegen. Hat der Jäger aber die Wahl, wird er dies immer selbst übernehmen, ohne dabei den Hund oder Dritte zu gefährden, betont Schlierer. In den vergangenen Jahren waren Ilse und ihre Artgenossen gefragter denn je, wie Wolfgang Schad zu berichten weiß. Ein Grund sei die hohe Reproduktionsrate des Schwarzwilds, gerade in Jahren mit besonders viel Futter wie Bucheckern oder Eicheln. Wenn sich die Tiere stärker vermehren, werde auch mehr gejagt, was wiederum öfter die Nachsuchenführer auf den Plan rufe. Einen weiteren Anstieg an Einsätzen habe es zudem seit 2016 gegeben, weil die Jäger seitdem nur noch bleifreie Munition verwenden dürfen: „Die Munition wirkte anders als gewohnt. Oftmals war das Wild tödlich getroffen, flüchtete aber noch eine gewisse Strecke, ohne deutliche Spuren zu hinterlassen.“ Die verunsicherten Jäger hätten dann öfter die Nachsuchenführer verständigt. Allerdings habe sich dieses Problem inzwischen wieder erledigt, so Schad. „Die Hersteller haben ihre Geschosse optimiert, die Jägerschaft hat sich an die bleifreien Patronen gewöhnt.“ So sei man inzwischen wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Umstellung angekommen. Zurück zur Übungsfährte: Kai Bubeck ist inzwischen mit Ilse am „Tatort“ angekommen: Mit wenigen Millilitern Rehblut hat er tags zuvor im angrenzenden Waldstück eine Fährte gelegt. Der Jäger gibt ein Signal, und Ilse legt los. Im zügigen Tempo und mit der Schnauze direkt an den Boden gedrückt führt sie ihr Herrchen zielstrebig über moosbewachsene Äste und Steine durch den Wald. Die künstliche Fährte ist für das menschliche Auge unsichtbar, doch die Hündin weiß offenbar genau, wohin. Die Spur ist schon über 20 Stunden alt, vermutlich wurde sie über Nacht auch von zahlreichen Tieren mit eigenen Fährten überquert. Doch Ilse stellt ihre Erfahrung unter Beweis und lässt sich nicht ablenken. Dann ist die Beute gefunden: Schon nach wenigen hundert Metern findet Ilse am Boden ein Stück Fell, das Bubeck am Ende der Fährte platziert hat. „Fein gemacht“, lobt der Jäger und belohnt den Vierbeiner mit einem kleinen Happen. Beim nächsten Einsatz ist die Fährte vielleicht wieder schwieriger. Info: Mehr Fotos sowie ein Video gibt es auf hz.de Info Die Tätigkeit der Nachsuchenführer ist ehrenamtlich. Die Heidenheimer Station wird von der Kreisjägervereinigung unterstützt, und gemeinhin ist es üblich, dem Hundeführer eine geringe Aufwandsentschädigung zu bezahlen. Dennoch müssen Bubeck, Schlierer, Schad und Todt viel Zeit und Geld in Ausrüstung, Vorbereitung und die Einsätze selbst investieren. Zudem kann die Arbeit gefährlich sein. Warum sich das antun? „Vor allem aus Spaß an der Hundearbeit“, erklärt dazu Wolfgang Schlierer. „Ohne die Freude daran kann man das alles nicht machen.“ Die Erfahrung, gemeinsam mit dem Hund im Team zu arbeiten, mache den Reiz aus. Foto: Rudi Penk Philipp Hruschka findet die Arbeit der Nachsuchenführer wichtig, auch wenn er sie selbst wohl nicht erledigen wollte. Allein die Arbeit mit Hunden könnte ihn vielleicht doch begeistern.

Wochenende 38 Termine Termine Maibaumaufstellen, am Wochenende in verschiedenen Gemeinden. Foto: Klaus-Dieter Kirschner AUSSTELLUNGEN „Mut zur Farbe“, Bilder von Sabine Brenner, Wohnstift Hansegisreute, Heidenheim, Samstag, Sonntag. „Totem People – tierisch menschlich“, Shepherd Mahufe – Zimbabwe (zu besichtigen während der Arche-Öffnungszeiten und nach Vereinbarung, Tel. 0171.1437848), Arche, Dischingen, Samstag, Sonntag. „Klangbilder“, Fotografieausstellung, Schloss Kapfenburg, Lauchheim, Samstag, Sonntag, 8-17 Uhr. „Farben des Nordens“, Fotos von Susanne & Ralf Walter, Möbel und Natur, Herbrechtingen, Samstag, 9-12 Uhr. Sonderausstellung „Macht Schule! Schwäbische Schulgeschichte(n)“, Schloss Höchstädt, Samstag, Sonntag, 9-18 Uhr. „Seelenbilder“, Bilder von Joanna Ludewig, Pressehaus, Galerie, Heidenheim, Samstag, 9:30-13 Uhr. „Boxing Cuba“, Fotografien von Katharina Alt, Stadthaus Ulm, Samstag, 10-18 Uhr; Sonntag, 11-18 Uhr. „Es wird bunt“, Hans Hildenbrand und die ersten Farbfotos von Ulm, Stadthaus Ulm, Samstag, 10-18 Uhr; Sonntag, 11-18 Uhr. „Hör mal, wer da Guckt!“, interaktive Mitmachausstellung für Kinder ab 5 Jahren, Edwin-Scharff-Museum, Kindermuseum, Neu-Ulm, Samstag, Sonntag, 10-18 Uhr. „Großes!“, Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung, Kunstmuseum, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 11-17 Uhr. Hans-Christian Schink - Aqua Claudia - „Verkehrsprojekte“, Fotografie, Kunstmuseum, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 11-17 Uhr. „Picasso“, Plakate- und Druckgraphiksammlung, Kunstmuseum, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 11-17 Uhr. „Unterirdisch: Was unter dem Münsterplatz verborgen lag“, archäologischer Grabungsbefund, Stadthaus Ulm, Samstag, Sonntag, 11-18 Uhr. „Wortgewaltig“, Hannelore Weitbrecht – Schichtungen. Papierarbeiten und -objekte, Rathaus, Rathaus-Galerie, Aalen, Samstag, Sonntag, 14-17 Uhr. „Neue Heimat Langenau“, Geschichte(n) der Einwanderung nach 1945, KulturBahnhof, Langenau, Sonntag, 13-18 Uhr. Foto: privat „Anhäufung“, Fotografien von Cornelia Schmitz-Piott, Galeria Verde/ FKI - Freie Fotografen Heidenheim, Heidenheim, Sonntag, 14-16:30 Uhr. BÜHNE „Orgelmusik am Mittag“, Ulmer Münster, Samstag, 12 Uhr. „Kabinetto Marionettentheater“, Brenzpark, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 14-14:30, 16-16:30 Uhr. „Serenade“ - Bläserjugend Ostalbkreis, Schloss Kapfenburg, Lauchheim, Samstag, 15:30 Uhr. „Walter Spira & Freunde“, Roxy, Ulm, Samstag, 19 Uhr. „Die Räuber“ - Figurentheater ab 13 Jahren, Phoenix-Figuren-Theater, Schorndorf, Samstag, 20 Uhr. „Kein Platz für Liebe“, Eine Komödie von Anthony Marriott und Bob Grant, Sasse- Theater, Schnaitheim, Samstag, 20 Uhr. „Altes Land“, Theaterei, Herrlingen, Samstag, 20 Uhr. Philipp Weber - „Weber N°5: Ich liebe ihn!“, Theaterwerkstatt, Schwäbisch Gmünd, Samstag, 20 Uhr. „Elles Bailey“, Die Halle Kulturinitiative Reichenbach e. V., Samstag, 21 Uhr. „Ein Feuerwerk für den Fuchs“, Stabmarionettenspiel für Familien und Kinder ab 3 Jahren, Musikschule, Neu- Ulm, Sonntag, 14:30, 16:30 Uhr. „Conny & die Sonntagsfahrer“, Kornhaus, Ulm, Sonntag, 16 Uhr. FESTE UND PARTYS Maibaumfest, Hocketse mit Weißwurstfrühstück und Musik, Rathausplatz, Giengen, Samstag, 11 Uhr. Maibaumstellen, Martinsplatz, Nattheim, Samstag, 17 Uhr. Weißwurstfrühstück des Musikvereins, Turnhalle, Auernheim, Sonntag, 10 Uhr. Maibaumstellen, Rathausvorplatz, Bolheim, Sonntag, 11 Uhr. „Tanz mit - bleib fit“, Tanztee der Landfrauen, Bürgerhaus Schranne, Giengen, Sonntag, 17 Uhr. JUNG UND ALT Heldenfinger Krippe, Heilig-Kreuz- Kirche, Heldenfingen, Samstag, 10- 18 Uhr; Sonntag, 12-17 Uhr. Brenzpark, Heidenheim, Samstag, Sonntag, 12-19 Uhr. Kirchen-Café, Schloss Brenz, Gemeinderaum, Sonntag, 14 Uhr. Landfrauensonntagscafé, Arche, Dischingen, Sonntag, 14-17 Uhr. MÄRKTE UND MESSEN Fahrradmarkt Giengen, Markt für gebrauchte Fahrräder, Am Postberg, Giengen, Samstag, 9 Uhr. „Mineralien, Fossilien, Schmuck“, Messe Stuttgart, Samstag, Sonntag, 9-18 Uhr. “Garten“ - die stilvolle Messe rund um das private Grün, Messe Stuttgart, Samstag, Sonntag, 9-18 Uhr. “Markt des guten Geschmakcs“ - Slow Food Messe, Messe Stuttgart, Samstag, Sonntag, 9-18 Uhr. “Fair Handeln“ - Internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles handeln, Messe Stuttgart, Samstag, Sonntag, 9-18 Uhr. Reptilienbörse, Messe Ulm, Samstag, 10-16 Uhr. Markt für Handwerkskunst, Vielfalt trifft Kunst, Handwerk und Design, Congress Centrum Heidenheim, Sonntag, 11-17 Uhr. Verkaufsoffener Sonntag mit Autoschau, Innenstadt, Herbrechtingen, Sonntag, 13-18 Uhr. MUSEEN Alamannenmuseum, Ellwangen, Samstag, Sonntag, 13-17 Uhr. Limes-Park, Rainau Steiff-Museum, Giengen, Samstag, Sonntag, 10-18 Uhr. WCM-Stoffdruckmuseum Heidenheim, Besichtigung auf Anfrage unter Tel. 07329.6585 oder www.wcm-stoffdruckmuseum.de Bayerisches Eisenbahnmuseum, Nördlingen, Samstag, Sonntag, 10-17 Uhr. Explorhino Experimentemuseum, Explorhino - Science Center, Aalen, Samstag, Sonntag, 10-18 Uhr. Höhlenschauland, Hürben, Samstag, Sonntag, 10-17 Uhr. Meteorkratermuseum, Sontheim im Stubental, Samstag, Sonntag, 10-18 Uhr. Foto: Sabrina Balzer Museum auf Burg Katzenstein, Samstag, Sonntag, 10-20 Uhr.

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