Aufrufe
vor 3 Jahren

Heidenheimer Zeitung Samstag 27-04-2019

  • Text
  • Ezeitung
  • Unternehmen
  • Gerstetten
  • Zeitung
  • Menschen
  • Herbrechtingen
  • Gottesdienst
  • Giengen
  • Heidenheimer
  • April
  • Heidenheim

Heidenheimer Zeitung Samstag

Spektakel auf Sand Ende Mai gibt’s in Giengen wieder „The Beach“ (Seite11). www.hz.de SAMSTAG 27./28. April 2019 Stadt & Region Waldbrandgefahr Ist die Feuerwehr aufs Schlimmste vorbereitet? Seite 9 Flaggschiff Neuer Yamaha in der Musikschule Seite 25 Sprechstunde für Mieter zu den Nebenkosten Nach Beschwerden von Mietern, dass der Konzern Vonovia schlecht erreichbar sei, bietet der Vermieter jetzt eine Sprechstunde zur Nebenkostenabrechnung an. Heidenheim Seite 9 Fotos: Arthur Penk, Klaus-Dieter Kirschner, Christian Thumm Riechprofis Unterwegs mit den Nachsuchhunden Seite 36 (Magazin) Zum dritten Mal ist der Kaufvertrag gescheitert Eigentümer und Gemeinderat konnten sich nicht auf einen akzeptablen Preis für das Erdgeschoss einigen. Herbrechtingen Seite 13 Der Wolfsverdacht hat sich bestätigt Steinheim. Das Tier, das am Montag von einer Fotofalle aufgenommen wurde, war ein Wolf. Die Experten sind sich sicher. Kreis und Region Seite 17 Der FCH fährt zum Spitzenspiel In Paderborn müssen sich die Heidenheimer gegen den zweitstärksten Angriff der Liga behaupten, wollen sich aber nicht einigeln. Regionalsport Seite 23 Tipps Treffs Termine Seite 14 Roman Seite 14 Kirchenanzeiger Seite 26 Familienanzeigen Seite 30 Fernsehprogramm Seite 54 B 3596 Nr. 99/170. Jahrgang Autoindustrie gewährt Politik hohe Rabatte für Dienstautos Baden-Württemberg Die Leasingraten liegen weit unter marktüblichen Konditionen, so auch im Fall des Tübinger Regierungspräsidenten. Von Roland Muschel M inister und Topbeamte des Landes profitieren nach Recherchen der SÜD- WEST PRESSE bei der Wahl ihrer Dienstlimousinen von Sonderkonditionen der Hersteller. So fährt der Regierungspräsident von Tübingen, Klaus Tappeser (CDU), einen Audi A8, dessen Listenpreis, ohne Extras, bei rund 90 000 Euro beginnt. Den maximalen Kaufpreis für ein Dienstauto von Regierungspräsidenten und Staatssekretären hat das Finanzministerium mit 33 200 Euro definiert. Die Berlin. Eltern pflegebedürftiger Kinder sollen sich künftig im Regelfall nicht mehr an den Pflegekosten beteiligen müssen. Angehörige sollen erst ab einem Jahreseinkommen von mehr als 100 000 Euro herangezogen werden. Das plant Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) nach einem Gesetzentwurf, der aber noch nicht mit der Union abgestimmt ist. Kinder-Sicherung Obergrenze liegt mehr als 60 Prozent unter dem günstigsten Listenpreis eines A8. Für Ministerautos liegt die Grenze bei 42 200 Euro. In der Regel werden Dienstautos allerdings geleast – und damit der Preisgestaltung neue Möglichkeiten eröffnet. „Die Autoindustrie gewährt der Politik über Leasingverträge teilweise Vergünstigungen von bis zu 80 Prozent. Damit werden festgelegte Preisobergrenzen bewusst umgangen. Das ist letztlich eine Bestechung der Institutionen, die hier stattfindet“, sagte der Geschäftsführer Bucks heile Welt Waltraud, 72, lebt putzmitteltechnisch in einem hundertprozentig vollökologischen Einpersonenhaushalt. Unfreiwillig allerdings. Essig und Schmierseife sind schlicht die einzigen Haushaltsreiniger, die sie noch aufbekommt. In ihren Fünfzigerjahren fingen die Schwierigkeiten an. Nur mit zwei Lesebrillen übereinander war Waltraud imstande, auf der WC-Ente die mikroskopische Anleitung zur Entsicherung der Kinder-Sicherung zu entziffern. Drücken Sie den Verschluss an den markierten Stellen entgegen des Uhrzeigersinns so fest zusammen, bis es knackt... Waltraud massierte ihre maladen Fingergelenke, machte sich einen Spickzettel in Großbuchstaben und scheiterte dennoch. Selbst der achtjährige Nachbarsbub entdeckte die markierten Stellen der Kindersicherungs-Entsicherung nicht auf Anhieb. Aber er köpfte die Ente auch so in Nullkommanix. der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch. Das Land verwies auf Abwägungen „zwischen der wirtschaftlichen Verwendung von Haushaltsmitteln, Ausstattung, Sicherheitsaspekten und einem gewissen Repräsentationscharakter“, den Ministerautos erfüllten. „Bei Leasingfahrzeugen wird als Anhaltspunkt für die monatliche Leasingrate ein Prozent der Kaufpreisgrenze angenommen“, erklärte das Finanzministerium. Damit darf die Leasingrate bei Regierungspräsidenten maximal 332 Euro betragen. Heil will Angehörige Behinderter entlasten Soziales Ebenso wie Kinder von Pflegebedürftigen sollen sie seltener zahlen müssen. Eine Batterie vollständig unversehrter Putzmittelflaschen hat Waltraud mittlerweile in den Keller verbannt. Sollen sich mit dem Glomp doch dereinst ihre Erben rumschlagen! Dass die sich noch ein wenig gedulden müssen, hat Waltraud diversen Medikamenten zu verdanken und, einmal mehr, ihren geschickten Nachbarskindern. Dreimal täglich kommt eins rüber und hilft ihr beim Knacken ihrer hermetisch verschlossenen Pillendosen. Es geht einfach nichts über eine gute Kinder-Sicherung. Stuttgarts Regierungspräsident Wolfgang Reimer (Grüne) fährt einen Mercedes GLC F-Cell, für den der ADAC üblicherweise 799 Euro pro Monat veranschlagt. Die Daimler AG teilte mit, man gewähre der öffentlichen Hand festgelegte Preiskonditionen, „die sich nach den jeweiligen Strukturen des Bundes sowie der Länder und Kommunen richten“. Die Audi AG teilte mit, man biete Behörden Fahrzeuge zu „branchenüblichen Sonderkonditionen an“. Kommentar und Südwestumschau Seite 6 Derzeit gibt es die Verschonungsgrenze von 100 000 Euro nur für Kinder, deren Eltern pflegebedürftig sind und Grundsicherung im Alter beziehen. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, diese Regelung auf alle pflegebedürftigen Eltern auszuweiten, wenn deren eigenes Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, die Pflegekosten zu decken, insbesondere die eines Pflegeheims. Bei der Erarbeitung des Gesetzentwurfs ist das Sozialministerium zum Schluss gekommen, dass diese Regelung nach dem Prinzip der Gleichbehandlung auch für den umgekehrten Fall gelten muss, dass Eltern für ihre Kinder einspringen müssen. Derzeit zahlen zunächst die Sozialämter und versuchen dann, ob sie Geld von den Angehörigen eintreiben können. Dazu errechnen sie aufwändig, auf wie viel Nettoeinkommen diese kommen und ob sie einspringen müssen. Heil muss noch mit den Ländern verhandeln. Denn sie müssten den Großteil der Kosten der Reform tragen, die auf 300 Millionen Euro geschätzt werden. Sie soll möglichst Anfang 2020 in Kraft treten. Dieter Keller Wildtiere Noch ein Wolf im Südwesten Stuttgart. Eine Wolfs-Sichtung im Landkreis Heidenheim ist bestätigt worden. Das Umweltministerium in Stuttgart veröffentlichte am Freitag das Ergebnis der Auswertung von Fotos, die am 22. März in Steinheim am Albuch und am Tag darauf wenige Kilometer weiter in der Gemeinde Bartholomä aufgenommen wurden. Wo sich das Tier jetzt aufhält, lasse sich nicht sagen. Auch für Aussagen über die Herkunft und das Geschlecht sei es noch zu früh. dpa Kommentar Roland Muschel zu Rabatten für Dienstwagen Geschäfte mit Gschmäckle N atürlich sollen Minister und Regierungspräsidenten nicht in Billigkarossen durch die Gegend fahren. Schließlich repräsentieren sie Baden - Württemberg und nutzen ihre Dienstautos bei langen Fahrten durchs Flächenland als mobiles Ersatzbüro. Dass Spitzenpolitiker und Topbeamte des Heimatlandes von Daimler, Bosch und Co. auf Produkte aus Stuttgart und Neckarsulm setzen, versteht sich ebenfalls von selbst. Das Modell Luxuslimousine zum Schäppchenpreis aber hat ein Gschmäckle. Durch ihre strengen Preisvorgaben nimmt die Regierung billigend in Kauf, dass die Hersteller ihre Produkte den politischen Repräsentanten des Standorts schon aus Prestigegründen zu Dumpingpreisen andienen müssen. Die Industrie wiederum dürfte auch Folgegeschäfte im Auge haben: Der Fuhrpark des Landes umfasst allein bei der Polizei tausende Fahrzeuge. Würde ein Minister ein Mittel- statt ein Oberklasseauto nutzen, hätte das Auswirkungen auf nachgeordnete Behörden. Sie müssten schon der Hierarchie wegen eine Nummer kleiner einsteigen. Eine marktübliche Bepreisung der Ministerautos wäre daher die sauberste Lösung. Kontakt zur HZ Abo und Zustellung 07321 347-142 aboservice@hz.de Anzeigen schalten 07321 347-0 anzeigenmarkt@hz.de Online-Kundencenter www.service.hz.de Kontakt zur Redaktion 07321 347-153 redaktion@hz.de Postanschrift Heidenheimer Zeitung Olgastraße 15 89518 Heidenheim

© NPG DIGITAL GMBH 2018