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Heidenheimer Zeitung, 22.07.2020

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SPORT Mittwoch, 22. Juli

SPORT Mittwoch, 22. Juli 2020 Erste Rennkilometer nach 133 Tagen Radsport Pascal Ackermann will mit seinem Profiteam Bora-hansgrohe bei der Sibiu Tour in Rumänien starten. Doch angesichts steigender Corona-Zahlen haben sich die ersten Konkurrenten schon wieder zurückgezogen. Pascal Ackermanns Sehnsucht ist groß. Das Fahren an der Seite der Kollegen im Peloton, das Sprinten auf der Zielgeraden und natürlich das Hochgefühl des Sieges – viel zu lange musste der deutsche Radprofi auf seine Leidenschaft verzichten. „Der Adrenalinkick fehlt generell. Den kriegt man nur im Rennen“, sagte Ackermann. Ab Donnerstag hat das Warten ein Ende. Bei der Sibiu Tour in Rumänien bestreitet der 26 Jahre alte Top-Sprinter mit dem deutschen Team Bora-hansgrohe das erste Rennen seit der Corona-Zwangspause. 133 Tage wird Ackermann seit seinem bislang letzten Auftritt bei Paris-Nizza im März gewartet haben, wenn er am Donnerstag in den 2,5 Kilometer langen Prolog startet. Es werden die ersten Pedaltritte in eine neue Radsport-Normalität, denn die Umstände sind außergewöhnlich. „Wir werden von den Leuten abgeschirmt sein, es wird keine Zuschauer geben“, erklärte Ackermann: „Wir sind in unserer eigenen Blase komplett abgeschottet, jedes Team hat einen eigenen Essensraum, wohnt auf einem eigenen Stockwerk.“ Nicht allen Teams genügten diese Maßnahmen, hatte doch Rumänien in der Corona-Pandemie zuletzt eine negative Entwicklung zu vermelden. Am Freitag sagte deshalb das Team Alpecin-Fenix um den niederländischen Star Mathieu van der Poel seine Teilnahme ab. Die Niederlande haben das südosteuropäische Land angesichts der neuen Infektionszahlen als „Orange Zone“ eingestuft, was nach der Will endlich wieder Rennen bestreiten: Pascal Ackermann vom Team Bora-hansgrohe. Foto: Eibner Rückkehr eine 14-tägige Quarantäne zur Folge gehabt hätte. Auch das Team Felbermayr Simplon Wels (Österreich) verzichtet, am Montag zogen die Mannschaften Androni Giocattoli und Gazprom-RusVelo nach. Bora-hansgrohe plant den Start aber nach wie vor. Das Line-Up besteht nur aus Fahrern aus Deutschland und Österreich. Man habe Rücksprache mit den Behörden in beiden Ländern gehalten, aktuell drohe nach der Rückkehr aus Rumänien keine Quarantäne, „da es sich um ein professionelles Sportevent mit entsprechendem Corona-Konzept handelt“, sagte Teammanager Ralph Denk. Das deutsche Robert-Koch-Institut hat Rumänien noch nicht als Risikogebiet eingestuft. Ackermann ist vom sicheren Ablauf der Veranstaltung überzeugt. Sein Fokus liegt auf dem Einsatz auf der Straße. „Wir sind Rennfahrer, wir brauchen die Rennen.“ sid Nur zwei Teams aus der World Tour am Start Aus sportlicher Sicht ist die unterklassige Sibio Tour, die an vier Tagen rund um die gleichnamige Stadt in Siebenbürgen führen soll, kein wirklicher Maßstab. Neben Bora-hansgrohe nimmt das Team Israel Start-Up Nation als einziges weiteres aus der World Tour teil. Den Start begründete Ackermann deshalb auch vor allem mit dem Sammeln von Rennkilometern. Ein Etappensieg ist das Ziel. Viel mehr gibt das Etappenprofil des Rennens auch kaum her. Istaf in Berlin mit 3500 Zuschauern Leichtathletik Traditions- Meeting im September wird im Corona-Jahr zu einer der ersten deutschen Großveranstaltungen. Berlin. Grünes Licht für das Istaf und eine interessante Nachricht für Leichtathletik-Fans: Als eine der ersten Großveranstaltungen im Sport kann das Berliner Traditionsmeeting am 13. September definitiv mit Fans über die Bühne gehen. Die Organisatoren um Meeting-Direktor Martin Seeber planen angesichts der Corona-Beschränkungen mit rund 3500 Zuschauern im Olympiastadion. „3500 statt 45 000 – das Istaf wird diesmal anders. Aber es ist vielleicht ein erster kleiner Schritt zurück zur Normalität“, sagt Seeber. „Wir wollen mit dem Istaf auch ein Zeichen für den Sport setzen und ein Leuchtturm für die Leichtathletik sein.“ In Berlin sind laut aktueller Verordnung bis zum 24. Oktober Veranstaltungen im Freien mit mehr als 5000 Menschen verboten. Zudem müssen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Neben den 3500 Zuschauern dürfen sich also weitere 1500 Personen im Stadion aufhalten: Helfer, Mediziner, Athleten, Trainer, Kampfrichter, Sicherheitsdienst, Techniker und Medienvertreter. Beim „Istaf 5000“ soll den Fans in einem Jahr ohne Olympia und WM großer Sport geboten werden: So konnten bereits Weltklasse-Athleten wie der schwedische Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis und Publikumsliebling Gesa Krause verpflichtet werden: Die Europameisterin hatte 2019 eine Weltbestzeit über 2000 m Hindernis gelaufen. dpa Mittwoch, 22. Juli 2020 LESERGEWINNSPIEL Jeden Tag bis zum 25. Juli: Täglich Glückschance auf 1.000 € © BIG_TAU - FOTOLIA „Partymaus“ bringt Glück Bolheim. Selten hat sich jemand so über den Gewinn von 1000 Euro gefreut wie Jürgen Gatter. „Hab ich wirklich gewonnen“, fragt der Bolheimer gleich mehrfach ungläubig. Seit Jahren nimmt er am Lesergewinnspiel teil, bisher hatte er aber noch kein Losglück. Mit dem richtigen Lösungswort „Partymaus“ gelang dem treuen HZ-Leser nun aber der große Wurf. Und so können sich nun nicht nur die Enkel, die übrigens fleißig mitgeknobelt haben, über eine Gewinnbeteiligung freuen, sondern auch Jürgen Gatter selbst, der sich und seiner Gattin „eine Kleinigkeit“ gönnen will. most Kombinieren & Kassieren 21. Spieltag Machen Sie mit und lösen Sie vier Wochen lang täglich unser Bilderrätsel. Dabei können Sie 1.000 € gewinnen! Was zeigt unser Bilderrätsel heute? Täglich 1.000 € gewinnen! Unsere bisherigen Gewinner 1. Spieltag Margot Grabsch, Westhausen 3. Spieltag Anton Schneider, Hüttisheim 5. Spieltag Hartmut Hoppe, Horb am Neckar 7. Spieltag Hanny Öhring, Rot am See 9. Spieltag Marija Quattländer, Schwenningen 11. Spieltag Claus Hoffmann, Münsingen 13. Spieltag Susanne Fäller-Joost, Owen 15. Spieltag Doris Meisel, Oberkochen 2. Spieltag Uschi Trick, Hermaringen 4. Spieltag Anton Krapf, Bietigheim-Bissingen 6. Spieltag Hermann Wagner, Bad Ditzenbach 8. Spieltag Ute Voßeler, Rosenfeld-Brittheim 10. Spieltag Maria Mayer, Ottendorf 12. Spieltag Anita Wolf, Hechingen 14. Spieltag Ilse Kraus, Ulm 16. Spieltag Hilde Reiß, Uhingen Jetzt mitmachen Rufen Sie heute die nebenstehende Gewinnspiel-Hotline an 1. und nennen Sie das Lösungswort. Damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können, 2. hinterlassen Sie bitte Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer. Aus allen Teilnehmern mit 3. der richtigen Lösung ermitteln wir jeweils einen Tagesgewinner. Wir wünschen Ihnen viel Glück! Gewinn-Hotline : 01378 806698 * *Telemedia interactive GmbH; pro Anruf 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer. Datenschutzinformation unter: datenschutz.tmia.de. Der Teilnahmeschluss ist immer um 23:59:59 Uhr des jeweiligen Spieltags. Teilnahmeberechtigt sind Leser der Tageszeitungen des Verbunds der SÜDWESTPRESSE. Die Gewinnerin / der Gewinner wird unter den Teilnehmern ausgelost und am Folgetag über ein Zufallsprinzip ermittelt und telefonisch benachrichtigt (Freitags- und Samstagsgewinner am Montag). Die telefonische Verfügbarkeit entscheidet. Falls die Gewinnerin/der Gewinner unter der angegebenen Telefonnummer nicht erreichbar ist, verfällt der Gewinn und ein neuer Gewinner wird gezogen. Die Gewinnerin/der Gewinner erhält den Gewinn unter Angabe der Bankdaten auf ihr/sein Konto überwiesen. Gewinnansprüche sind nicht übertragbar. Die Gewinnerin / der Gewinner erklärt sich damit einverstanden, mit ihrem/seinem Namen und Ortsangabe in den Tageszeitungen des SÜDWEST PRESSE Verbunds und deren jeweilige Online-Angebote wie auf swp.de veröffentlicht zu werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter des Titel des SÜDWEST PRESSE Verbunds und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen finden Sie online unter erleben.swp.de/lesergewinnspiel. Auflösung vom Di. 21.07.: GUMMIENTE 17. Spieltag Renate Leib, Schwäbisch Hall 18. Spieltag Jürgen Gatter, Bolheim 19. Spieltag 20. Spieltag GewinnerIn, GewinnerIn, Ort Ort 21. Spieltag 22. Spieltag GewinnerIn, GewinnerIn, Ort Ort 23. Spieltag 24. Spieltag GewinnerIn, GewinnerIn, Ort Ort

17 REGIONALSPORT Mittwoch, 22. Juli 2020 Jetzt geht der Blick nach vorn Fußball-Kreisliga „Diese Saison war jetzt halt nichts“, sagte Bezirksvorsitzender Jens-Peter Schuller beim Staffeltag in Heuchlingen. Was erwartet die Vereine in der neuen Spielzeit? Von Nadine Rau Leserbrief Kleine Vergünstigung Zum Auftritt einiger Zuschauer beim Relegationsspiel des 1. FC Heidenheim gegen Bremen in der Voith-Arena und zum Leserbrief in der HZ vom 18. Juli 2020 „Nicht nur Spielerfrauen“: Herr Galgenmüller, herzlichen Dank für Ihren Leserbrief. Ihren Ausführungen möchte ich nur dieses hinzufügen: Der Fraktionsvorsitzende einer ehemals großen Volkspartei hat sich durch sein Abstimmungsverhalten im Heidenheimer Gemeinderat bei den Belangen bezüglich des 1. FC Heidenheim kleine Vergünstigungen wie zum Beispiel einen Tribünenaufenthalt durchaus „verdient“. Dass der FCH ihn dann als Mitarbeiter ausweist, ist daher meines Erachtens nicht beklagenswert. Dies ist in der heutigen Zeit nun einmal so. Und der besagte Fraktionsvorsitzende ist ja nicht der/die Einzige im Gemeinderatsgremium, der/die guten Kontakte zu pflegen weiß. Nur früher gab es für dieses Verhalten eine andere Bezeichnung. Friedhelm Bühner, Bissingen Nicht mehr lange, dann rollt der Ball in den unteren Klassen wieder: Dank der Quotientenregel freute sich in diesem Jahr nach dem Saisonabbruch der FC Härtsfeld um Raphael Schmid (im Bild bei einem Testspiel gegen Elchingen). Der eigentlich Drittplatzierte darf jetzt in der Kreisliga A starten. Foto: Rudi Penk Am liebsten hätte sich Jens-Peter Schuller bei den Fußballern entschuldigt. „Aber ich weiß selbst, dass ich für dieses Virus auch nichts kann“, so der Vorsitzende des Fußballbezirks Ostwürttemberg. Wenn auch schon lange nicht mehr gespielt wurde, so kamen beim Staffeltag der Kreisligen im neuen Heuchlinger Vereinsheim zumindest mal wieder die Vertreter der Vereine zusammen. Schon seit dem 12. März rollte kein Ball mehr auf den Plätzen im Kreis, mit einer endgültigen Entscheidung über den weiteren Verlauf der Saison ließ sich der Württembergische Fußballverband (WFV) aber noch lange Zeit. „Man kann natürlich immer sagen, dass das alles eine Woche früher hätte kommen können“, so Schuller. Doch in seinen Augen hat der WFV vernünftig gehandelt. Die Entscheidung, die Saison abzubrechen und die Aufsteiger über die Quotientenregel zu ermitteln, war für ihn „alternativlos“. „Ich weiß, dass sehr viele zweite Mannschaften sauer sind, weil sie nicht Relegation spielen dürfen, aber mir wäre keine andere Lösung eingefallen.“ Mehr als 90 Prozent der Delegierten hätten sich letztlich dafür entschieden. Großen Diskussionsbedarf gab es in der Runde dann auch nicht mehr: Die vergangene Saison sei kalter Kaffee. Viel wichtiger also war es, auf das zu blicken, was jetzt kommt: Die Staffeln: In der kommenden Saison treten in der Kreisliga A 3 wieder 16 Mannschaften an, elf davon stellen ein Reserveteam. In der Kreisliga B 5 sind es wieder elf Mannschaften und sechs davon stellen ein Reserveteam. Der TV Steinheim II ist eine Spielgemeinschaft mit Gerstetten eingegangen, gespielt wird hier in Steinheim. In der Bezirksliga treten mit 18 Teams zwei mehr als 2019/20 an. Spiele gegen Mannschaften aus Bayern müssen gegebenenfalls getauscht werden, je nachdem, wie die Lage wegen der Coronapandemie dann aussieht. Der Staffelleiter: Thomas Baamann wurde ohne Gegenkandidat als Staffelleiter wiedergewählt. Die Schiedsrichter: Wie jedes Jahr werden neue Schiedsrichter dringend gesucht. Ein Neulingskurs findet im September bei der TSG Schnaitheim statt (Anmeldung unter www.srg-heidenheim. de). Sieben Vereine im Kreis stellen momentan keinen Unparteiischen, in der Saison 2018/19 mussten 6189 Euro Bußgeld gezahlt werden, weil von den 87 zu stellenden Schiedsrichtern nur 60 zur Verfügung standen. Die Aufsteiger und Absteiger: Für die kommende Saison sind nur Aufsteiger ermittelt worden, Absteiger und eine Relegation gibt es nicht. Ein besonderer Härtefall ergab sich dadurch übrigens in der Kreisliga B 2, hier ist mit Lautern der Vierte aufgestiegen. Die logische Konsequenz der diesjährigen Regelung ist ein verschärfter Abstieg in der nächsten Saison. Wie der genau aussehen wird, das steht noch nicht ganz eindeutig fest. Aus der Landesliga könnten bis zu acht Mannschaften absteigen, aus der Bezirksliga bis zu sieben, aus der Kreisliga A 3 eventuell wie bisher nur eine. Der WFV will den genauen Stand demnächst bekanntgeben. Beim Staffeltag berichtet wurde außerdem, dass es keine Relegation in die Landesliga geben wird, hier steigt nur der Erstplatzierte auf. „So haben wir zwei Wochen mehr zum Kicken und das bei gutem Wetter“, erklärte Schuller. Warum gibt es keine Absteiger? Bezirksspielleiter Roland Wagner und Schuller rechtfertigten sich dafür, dass es diese Saison keine Absteiger gibt. „Die Geschäftsleitung des WFV hat uns erklärt, dass ihr Rechtsbeistand davon abgeraten hat. Bei Saisonabbruch entsteht vor Gericht schnell eine Rechtsunsicherheit, wenn ein Absteiger klagt. Das wollten sie vermeiden“, so Wagner. Und Schuller ergänzte: „Die sportliche Begründung ist mir viel wichtiger. Absteiger festzulegen wäre eine große sportliche Hürde gewesen, größer, als Aufsteiger zu bestimmen. Der Abstieg ist etwas Dramatisches und wir wollten verhindern, dass Absteiger auch durch die Quotientenregel ermittelt werden und letztlich der Fünftletzte abgestiegen wäre. Der Pokal: Beim Bezirkspokal dabei sind aus Heidenheim 31 Mannschaften, insgesamt sind es 125. Am kommenden Mittwoch, 29. Juli, wird beim RSV Hohenmemmingen ausgelost, außerdem werden dann die fairsten Teams der verkürzten Saison ausgezeichnet. Die erste Pokalrunde ist für den 19. August geplant. Die Saison: Die neue Spielzeit beginnt für die Kreisliga A 3 am 23. August, für die Kreisliga B 5 am 30. August. Letzter Spieltag soll der 20. Juni beziehungsweise der 13. Juni sein. Soviel zu den Punkten, die der WFV selbst in der Hand hat. Staffelleiter Thomas Baamann blieb damit nur noch eines zu sagen: „Ich hoffe, dass wir die Saison ohne größere Probleme durchkriegen.“ Die Reform des WFV schon im Hinterkopf Neben der neuen Saison steht für die Vereine noch etwas Wichtiges bevor: die Strukturreform des WFV. Grund dafür ist, dass es immer weniger Mannschaften gibt und die Bezirke künftig ungefähr gleich groß sein sollen. „Wir müssen reagieren. Wir sind mit 145 Mannschaften der größte Trotz Corona fest im Sattel Bezirk im Verband und dann gibt es welche mit 60 oder 70. Es wird aber genau dasselbe ausgespielt, das ist sportlich nicht fair“, erläuterte Bezirksvorsitzender Jens-Peter Schuller. Ziel sind zwölf gleich große Bezirke, die Weichen auf Bezirksebene sollen dafür bei einem Bezirkstag im März in Königsbronn gestellt werden. Beim Verbandstag wird dann eine Zweidrittelmehrheit benötigt, was laut Schuller schwierig wird. „Wir wären dann statt 16 nur noch 12 Bezirke, aber da haben manche meiner Kollegen etwas dagegen, weil sie an ihren Ämtern kleben.“ Reiten Am Brunnenfeld findet am Wochenende das siebte Turnier des RFV Giengen statt. Lenny Bücheler, hier mit Salento 4 beim Reitturnier in Dettingen, wird am Wochenende vor heimischer Kulisse starten. Foto: privat Am Wochenende findet im Brunnenfeld das siebte Reitturnier des RFV Giengen statt, natürlich steht auch dieser Wettkampf im Zeichen von Corona. Der Verein hat sich – nach der Freigabe durch die Landesregierung – trotz der erheblichen Einschränkungen entschlossen, das Turnier durchzuführen. Und dies bereits im Juli, damit zählt man zu den Vorreitern in der Region. Wie schon in den Vorjahren, gehören der Freitag und der Sonntag den Springreitern. Am Freitagabend wechselt dann das Bild auf dem Turnierplatz. Der Springparcours wird ab- und ein Dressurviereck aufgebaut, um am Samstag den Dressurreitern optimale Möglichkeiten zu bieten. Die Turnierleiter Vera Roske und Daniel Bücheler werden am Wochenende und in der Vorbereitung von zahlreichen Helfern aus dem Verein unterstützt. Es werden dieses Jahr wieder Prüfungen von der Führzügelklasse bis zur Klasse M* in Springen und Dressur angeboten. Zu den Höhepunkten zählen der Mannschaftswettbewerb im Springen am Freitagabend, der gleichzeitig als Kreismeisterschaft des PSK Heidenheim gewertet wird, die Führzügelklasse für die kleinsten Reiter sowie die M-Dressur und das M-Springen – der große Preis Giengens. Unter den 700 gemeldeten Startern finden sich viele Reiter aus dem Pferdesportkreis Heidenheim, darunter Felicitas und Dorothea Binder (Dettinger-Alb), Philipp Huber (Königsbronn), Jana Klapczinski (Niederstotzingen) und Marc Maier (Steinheim). Für den gastgebenden Verein werden Caroline Roske, Joachim Roske, Mona Feth, Daniela Bosch, Josephine Pahnke, Viktoria Gugelfuss, Ella und Joselia Jelli, Michelle Gerstner, Kimi, Nik, Lenny, Christina und Daniel Bücheler sowie einige Reitschüler in das Turniergeschehen eingreifen. Dazu haben sich sehr erfolgreiche Reiter aus der Umgebung angemeldet. Unter anderem Klaus Krüp aus Nördlingen, der gleichzeitig Springtrainer beim gastgebenden Verein ist. Bestens bekannt sind zudem Verena und Ricardo Karle Costa aus Dettingen sowie Dressurreiterin Pia Wilhelm aus Essingen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen sind maximal 100 Zuschauer zur gleichen Zeit auf dem Turniergelände zugelassen. Der Zeitplan Freitag 8:30 Springpferde Klasse A** 10:15 Springpferde Klasse L 12:00 Punktespringprüfung Klasse L 14:00 Punktespringprüfung Klasse M* 15:30 Stilspringprüfung Klasse A* 17:30 Mannschaftsspringprüfung Klasse A* Samstag 8:00 Dressurpferde Klasse A 9:00 Dressurprüfung Klasse L* 12:00 Führzügelwettbewerb 13:15 Caprilli-Wettbewerb 14:30 Dressurprüfung Klasse A* 17:00 Dressurprüfung Klasse M* Sonntag 8:00 Punktespringprüfung Klasse A** 10:00 Springprüfung mit steigenden Anforderungen Klasse A** 12:00 Stilspringwettbewerb Klasse E 13:00 Springwettbewerb Klasse E 14:15 Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L 16:30 Springprüfung Klasse M* Neidlein: Kann mich nur entschuldigen FCH Der Stadtrat war beim Relegationsspiel unter den „unerlaubten Tribünengästen“ – dies bedauert er mittlerweile. Für das Betreten der Tribüne beim Relegationsrückspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen hat der FCH bereits eine Strafe von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) kassiert, das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen. Vonseiten des Vereins heißt es dazu: Dass während des Relegationsrückspiels gegen Werder Bremen Personen die Tribüne betreten und sich dort aufgehalten haben, die dort nach den Coronabestimmungen der DFL nicht sein durften, ist Fakt. Dabei handelte es sich um Personen, die im Sparkassen-Businessclub, unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln, das Spiel auf einer Leinwand angeschaut haben. Das Verfahren läuft noch Dass diese Personengruppe im Verlauf der zweiten Halbzeit die Tribüne betreten hat und damit gegen bestehende Bestimmungen des Sonderspielbetrieb verstoßen haben, steht außer Frage. Dies war ein Fehler, wofür wir uns bereits entschuldigt haben und welchen wir bedauern. Noch steht allerdings nicht fest, welche Strafe wir bekommen werden. Im Moment befinden wir uns im Berufungsverfahren, das noch nicht abgeschlossen ist. Bekannt als Gewerkschafter, Schauspieler, Stadtrat und Fußballfan: Rudi Neidlein. Foto: ct Über den Vorfall wird aber auch deshalb diskutiert, weil ein bekannter Heidenheimer Kommunalpolitiker zu diesen Gästen zählte. Der langjährige Stadtrat und Vorsitzende der SPD/Linke-Fraktion Rudi Neidlein räumt den Besuch auf der Tribüne unumwunden ein – und bedauert ihn mittlerweile sehr. Neidlein zählte zu den Gruppe von circa 60 Personen, überwiegend Mitarbeiter und Spielerfrauen, die an diesem Tag in den Businessclub II eingeladen waren, wo die Partie übertragen wurde. Der 73-Jährige war dort nicht in einer Funktion als Kommunalpolitiker, sondern einfach als „Fußballverrückter von Kindesbeinen auf“ der den Heidenheimer Kickern schon immer eng verbunden ist. Plötzlich ging die Tür auf „Wir schauten so etwa bis zur 60. Minute, dann ging die Tür zur Tribüne auf und es gab die Info, dass man hinaus dürfe“, berichtet Neidlein. Woher die Information kam und ob es eine offzielle war, könne er nicht beurteilen. „Jedenfalls war dann bei mir das Hirn aus und die Fußballbegeisterung an, ich folgte dem Herdentrieb und bin mit raus gelaufen. Ich bedauere das und kann mich nur dafür entschuldigen, aber es ist eben passiert“, so Neidlein. Nach etwa fünf Minuten seien die Personen von FCH-Vorstandsmitglied Gerrit Floruß zu Rückkehr aufgefordert worden und auch sofort wieder in den Businessclub gegangen. Neidlein spricht mittlerweile von einem Fehler und erklärt auch: „Wenn der Verein die Strafe auf die beteiligten Personen umlegen möchte, dann würde ich mich beteiligen.“ Thomas Jentscher

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